top of page
Search

#UNGESCHMINKT - AUF DEM WEG 12

  • Writer: Barbara Schär
    Barbara Schär
  • Jan 26
  • 2 min read

Bild: B.Schär


DAS GESCHENK DER PFERDE AN UNS MENSCHEN


Es ist Zeit, Ungeschminkt wieder aufzunehmen.

Nicht, weil alles neu ist. Sondern weil vieles wieder wesentlich werden darf.


Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung, der Dauererreichbarkeit, der Selbstoptimierung. Führung wird komplexer, Beziehungen fragiler, Lernen technischer. Und genau hier stehen sie – seit Jahrtausenden an unserer Seite: die Pferde. Still, präsent, ehrlich. Ohne Agenda. Ohne Maske.


Dieser neue Blog-Zyklus widmet sich dem, was Pferde uns heute schenken können – wenn wir bereit sind hinzuschauen, zu lauschen und etwas mitzunehmen. Und dies jenseits des Sportpartners oder Nutztieres. Inspiriert von vielen Gesprächen, eigenen Erfahrungen sowie den feinen, nachdenklichen Impulsen von Menschen aus dem Pferdeumfeld und aus der Wirtschaft, geht es nicht um Reiten als Sport oder Leistung. Es geht um Begegnung. Um Spiegel. Um Entwicklung. Es geht um ein grosses Geschenk an die heutige Gesellschaft, dessen Potenzial in meinen Augen noch zu wenig ausgeschöpft wird – vielleicht, weil es noch zu wenig bekannt ist.


Pferde sind Herdentiere und Fluchttiere. Als solche sind sie Meister der Wahrnehmung. Ihr Überleben hängt davon ab, feinste Veränderungen im Gegenüber und in ihrer Umgebung sofort zu erkennen. Sie lesen Körpersprache, innere Haltung und Spannungszustände – lange bevor Worte entstehen.


Genau deshalb reagieren Pferde nicht auf das, was wir darstellen wollen, sondern auf das, was ist. Sie folgen keiner Rolle, keinem Titel, keiner Absicht. Sie folgen Klarheit, Präsenz und innerer Stimmigkeit – oder sie entziehen sich. In einer Welt, in der wir gelernt haben zu funktionieren, zu optimieren und Masken zu tragen, sind Pferde kompromisslos ehrlich – und zugleich urteilsfrei. Und genau darin liegt ihr Geschenk.


Was Pferde uns lehren – ungeschminkt

 

Pferde leben im Moment. Nicht gestern. Nicht morgen. Jetzt.Sie erinnern uns daran, wie wertvoll Präsenz ist – gerade im Umgang mit Zeit, Druck und Erwartungen.

 

Pferde sind Beziehung. Keine Machtspiele, keine Rollen. Beziehung entsteht durch Klarheit, Respekt und Kongruenz. Wer nicht stimmig ist, wird nicht bewertet, sondern entlarvt – und urteilsfrei gespiegelt.

 

Pferde fordern Vertrauen. Nicht blind, sondern bewusst. Vertrauen entsteht aus Verlässlichkeit, nicht aus Kontrolle.

 

Pferde lehren anders. Nicht über Worte, sondern über Erfahrung. Über Versuch, Irrtum und Wiederholung. Lernen wird spürbar, nicht theoretisch.

 

Pferde spiegeln Selbstwert. Nicht das gespielte Selbstbewusstsein, sondern das echte. Sie reagieren auf innere Haltung, nicht auf Titel oder Status.

 

Pferde schaffen Verbundenheit. Mit sich selbst. Mit dem Gegenüber. Mit der Natur. Etwas, das wir im Alltag oft verlieren.

 

Und ja – Pferde lehren Führung. Nicht laute, sondern klare Führung. Präsenz statt Dominanz. Verantwortung statt Ego.

 

Warum diese Blog-Serie?

Weil diese Themen nicht „nice to have“ sind.Sondern gerade in der heutigen Zeit überlebenswichtig – für Menschen, Teams und Organisationen.

 

Diese Serie ist eine Einladung:

  • zum Innehalten

  • zum ehrlichen Hinschauen

  • zum Lernen von Wesen, die uns nichts beweisen wollen.

 

In den kommenden Beiträgen werde ich einzelne Aspekte vertieft aufnehmen. Ungeschminkt. Persönlich.

 

Denn diese Geschichten zeigen, wie gross das Geschenk der Pferde an uns ist – weit über einen monitären Gewinn oder sportliche Leistung hinaus.




 
 
 

Comments


bottom of page